Fragen?


Frequently asked Questions

FAQ



Baugruppe


Was ist eine Baugruppe?

Eine Baugruppe ist eine Gemeinschaft aus motivierten Menschen, die ihren Lebensraum sowohl räumlich als auch zwischenmenschlich aktiv mitgestalten möchte. Teil unserer Baugruppe zu sein bedeutet einander zu kennen, einander zu unterstützen und Räume zu teilen - ein Dorf in der Stadt sozusagen. Als Gruppe gestalten und bemühen wir uns um eine gute Gemeinschaft, eine belebte Nachbarschaft und eine Architektur in der wir uns entfalten können. 


Was heißt Vis-à-Wien für uns? 

Vis-à-Wien heißt für uns mehr als nur zusammen in einem Haus zu wohnen. Wir wollen die Gemeinschaft aktiv nach Innen und nach Außen leben, sowie die Definition des gemeinsamen Wohnens ganzheitlich denken. 


Was ist die Vision von Vis-à-Wien? 

Wir wollen “auf Augenhöhe mit Mensch, Stadt und Umwelt” leben. Das bedeutet, dass wir aufeinander, aber auch auf unsere Mitmenschen und unser Umfeld achten und diese wertschätzen. Wir gehen an Herausforderungen und Entscheidungen zugunsten aller - dem Menschen, der Stadt und der Umwelt - heran.


Wie groß ist die Gruppe aktuell und wie groß soll sie noch werden? 

Zurzeit besteht unsere Gruppe aus 26 Erwachsenen und 6 Kindern. Beim Einzug in unser Haus werden wir ungefähr 60 Erwachsene und viele Kinder sein.


An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zu Vis-à-Wien habe? 

Wir freuen uns immer sehr, wenn sich jemand für gemeinschaftliches Wohnen und unsere Baugruppe interessiert. Kontaktiere uns gerne jederzeit per E-Mail unter kontakt@vis-a-wien.at


Wann könnte unser Bezug frühestens sein? 

2024. Von der Gründung bis zur Verwirklichung eines Wohnprojekts dauert es ungefähr fünf Jahre. Unsere Gruppe hat sich 2019 gebildet und arbeitet seither an der Verwirklichung unseres (Wohn-)Projekts.


Architektur


Wo wollen wir unser Wohnprojekt realisieren? 

Wir streben die Realisierung unseres Wohnprojekts auf dem Areal “Village im Dritten” (ehemals Aspanggründe) im dritten Wiener Stadtbezirk an. In dieser zentralen Lage entsteht bis 2026 ein neuer Stadtteil. Unser Wohnprojekt wird gemeinsam mit einem geförderten Wohnbau auf Baufeld 11B lokalisiert sein und dabei in circa 40 Wohneinheiten und mit zugehörigen Allgemeinflächen/-räumen Menschen Platz zum Leben sowie gemeinschaftlichen Austausch geben.


Welche Schnittstellen wird es im Gebäude zu unterschiedlichsten Nutzer*innen geben? 

Unsere Idee ist es eine weitestgehende Öffnung ins Grätzel hin zu erreichen. Aus diesem Grund versuchen wir die Erdgeschoßzone zu beleben und hier Funktionen unterzubringen, welche eine Kommunikation zwischen allen Bewohner*innen des Hauses, als auch in die Nachbarschaft erlaubt. Darüber hinaus sind verschiedene Plattformen und Veranstaltungen angedacht, welche weitere Bereiche im Haus und vor dem Gebäude programmieren und bespielen sollen.


Wieviel kann bzw. muss ich mich aktuell noch bei der Planung einbringen? 

Als Teil unserer Baugruppe gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich aktiv in den Planungsprozess einzubringen. Dazu gehört zum Beispiel die Bespielung der Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen im Erdgeschoß, die nach dem Wettbewerb* noch genauer erarbeitet werden muss. [*Anm.: der Wettbewerb ist inzwischen schon gewonnen. Hurra!] Je nach konkreter Nutzung und individuellem Bedarf der Räumlichkeiten müssen dafür auch noch Ausstattung und Möblierung definiert werden. 

Die Planung der Wohnungen in unserem Haus ist mit Wettbewerbsabgabe schon weit fortgeschritten. Bis zu einem bestimmten Planungsfortschritt werden die standardisierten Wohnungsgrundrisse in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit den Architekten bestmöglich an die Wünsche und Vorstellungen unserer Baugruppe angepasst [Anm. in einem Workshop im Sept. 2021].


Kann ich meinen eigenen Wohnungsgrundriss gestalten? 

Um die Gesamtkosten niedrig zu halten und leistbar zu bleiben, verzichten wir auf individuelle Planung der Grundrisse. Stattdessen entwickeln wir gemeinsam mit den Architekten in einem partizipativen Prozess standardisierte Wohnungsgrundrisse für alle Baugruppen-Wohnungen. In diesem partizipativen Prozess kann jedes Mitglied bis zu einem bestimmten Planungsfortschritt Wünsche und Vorstellungen einbringen.


Welche Büros setzen unsere Planung um? 

Für die Umsetzung sind gemeinsam und auf Augenhöhe zwei Wiener Architekturbüros verantwortlich.

Das Architekturbüro einszueins setzt dabei als Spezialist für Baugruppen und partizipative Planungsprozesse den Teil des Hauses um, in dem sich unser Leben als Baugruppe abspielen wird. Das Architekturbüro feld72 wird den geförderten Bauteil unserer Mitbewohner*innen sowie den Kindergarten in unserem Haus planen. Gemeinsam entwickeln die beiden Architekturbüros die zahlreichen räumlichen Schnittstellen zwischen uns und unseren Mitbewohner*innen sowie zwischen unserem gemeinsamen Haus und der Umwelt. Die Freiräume im und direkt um das Gebäude werden dabei gemeinsam mit der Wiener Landschaftsplanerin Carla Lo gestaltet.

Ein essentielles Thema in der Planung ist die Klimaresilienz unseres Hauses. Deswegen haben wir von Anfang an die Spezialisten für nachhaltige Bauphysik und intelligente Haustechnik vom Ingenieurbüro P. Jung mit in unserem Team.


Sind Wohneinheiten und Haus barrierefrei? 

Ja, unser Haus und die Wohneinheiten werden normgerecht barrierefrei anpassbar geplant und ausgeführt. Als Ausnahme gestalten sich hier die Maisonetten, welche sich über das erste und zweite Obergeschoß per interner Treppe erstrecken werden. Da aufgrund der Feuerwehrzufahrt auf der Otto-Preminger-Straße im ersten Geschoß keine Balkone ausgestaltet werden dürfen, fiel die Entscheidung auf die Ausführung des Maisonette-Typus, um so für jede einzelne Wohneinheit privaten Freiraum zu ermöglichen. Die Sanitärbereiche in den Wohnungen sind standardmäßig in Toilette und Bad unterteilt, wobei lediglich das Bad barrierefrei ausgeführt ist. Die Räume sind jedoch so geplant, dass Bad und Toilette mit minimalem Aufwand zu einem großen, barrierefreien Sanitärbereich verbunden werden können.


Welche Gemeinschaftsflächen wollen wir haben? 

Wir wollen für die Gemeinschaft eine Nutzung im Dachgeschoß. Hier sollen neben der Dachterrasse mit Grillbereich, Wildgarten, Rückzugs-Nischen und weiteren gestalteten Bereichen auch Innenräume entstehen, die den Gruppenmitgliedern zur Verfügung stehen. Der Kernbereich soll ein Gemeinschafts-Wohnzimmer sein. Ergänzend soll es am Dachgeschoß auch einen kleinen Küchen- und Essbereich, eine Bibliothek und einen Ruheraum sowie Kinderspielbereiche und Nebenräume geben.

Weitere an dem Haupttreppenhaus orientierte und auf mehrere Geschoße verteilte Räume sollen dem gesamten Haus als Gemeinschaftsräume dienen. Zur Gäste- und Besucherunterbringung sollen hier beispielsweise sehr klein gehaltene (Schlaf-)räume bzw. Kleinsteinheiten geschaffen werden.

Die Bereiche im Erdgeschoß sollen zum Teil von der Hausgemeinschaft genutzt werden können, sich aber gleichzeitig zum Grätzel hin öffnen und auch von externen Nutzer*innen anmietbar sein. Somit dienen diese als Bereiche des Austauschs zum Quartier. Hier sind Funktionen wie ein Beisl, eine Grätzelküche, kleine Gewerbeeinheiten sowie ein Multifunktionsraum für allfällige Veranstaltungen geplant.

Im Untergeschoß sollen dann wieder von Hausbewohner*innen gemeinschaftlich genutzte Einheiten untergebracht werden. Die Idee ist als Gegenpol zur stark extrovertierten Erdgeschoßzone zu verstehen. Im UG sind Funktionen wie Hobbyräume, eine Food-Coop, Werkstätten, Lager und Fahrradabstellplätze angedacht, die den Innenhof rahmen und von Außen durch eine Rampe erschlossen werden können. 

 

Welche Gemeinschaftsflächen wollen wir mit Nachbar*innen bzw. Hausfremden teilen? 

Die im Erdgeschoß angesiedelten Flächen und Funktionen haben den höchsten Öffentlichkeitsgrad. Diese sollen neben den Hausbewohner*innen auch durch externe Akteur*innen genutzt und bespielt werden können. Um die nach Außen wirksame Funktionen zu stärken sind alle diesbezüglichen Flächen räumlich auf der Ebene der umgebenden Wege und des Parks gebündelt.

Wir wollen eine aktive und belebte Erdgeschoßzone als Kommunikationsbereich schaffen und diese auch mit Leben füllen. Die hier angesiedelten Funktionen und geplanten Aktivitäten sollen als Anziehungspunkt für Anrainer*innen und Interessent*innen wirken. Hier sollen Angebote und Möglichkeiten geschaffen werden, die aktiv genutzt und mitgestaltet werden können. Des weiteren werden im Haus selbst Gästeappartements geplant, die auch für Hausbewohner*innen oder Nachbar*innen buchbar sein sollen. 


Mit welchen Materialien wollen wir unser Gebäude realisieren? 

Von Anfang an war klar, dass wir uns auf Augenhöhe mit der Umwelt Gedanken über die verwendeten Materialien machen müssen. Deswegen haben wir uns gemeinsam mit unseren Projektpartnern für eine Holz-Hybrid-Bauweise mit vorgefertigten Fassadenmodulen aus Holz und sichtbaren massiven Holzdeckenelementen entschlossen. Diese Bauweise sorgt im Vergleich zu konventionellen Massivbausystemen aus Stahlbeton oder Ziegel für geringere CO2- Emissionen. Die Bauteile werden durch die Betonfertigteile unserer Balkone und der hofseitigen Pawlatsche ergänzt. Innen setzen wir auf langfristig flexible Trockenbauwände sowie wiederverwendbare Baustoffe, die auch im Rückbauprozess wieder getrennt abgetragen werden können (Stichwort Cradle-to-Cradle).

So können wir bereits in der Bauphase einen wichtigen Beitrag zur Reduktion unserer Emissionen leisten und langfristig gesehen einen klugen Umgang mit unseren Ressourcen verfolgen. Durch den hohen Vorfertigungsgrad können wir zusätzlich Bauzeit und dadurch auch Kosten sparen.

Unser Gebäude sollte außerdem, wenn dies sinnvoll ist, mit möglichst wenig Technik funktionieren, nach dem Motto “so wenig wie möglich, so viel wie nötig”. 


Was verstehen wir unter klimaresilientem Bauen? Warum ist das ein Thema für uns? 

Wir verstehen darin die Fähigkeit des Gebäudes und seiner Umgebung, sich auf das erwärmende Klima und dem Heat-Island-Effekt im Sommer anzupassen. Das erreichen wir durch möglichst wenig versiegelte Flächen rund um das Gebäude, eine intensive Dachbegrünung, Fassadenbegrünung, eine angedachte Plantsch-Stelle im Innenhof und großzügigen Bewuchs rund um das Gebäude. Damit soll die Erwärmung des Gebäudes und seiner Umgebung durch Verdunstungskälte möglichst reduziert werden.

Im Gebäude wird eine Flächenheizung ausgeführt, die zusätzlich zur sanften Entwärmung des Gebäudes beitragen kann. Die Energiequelle- und senke wird dabei das ausgeglichen bilanzierende Erdsondenfeld unter dem Park sein. Durch die Nutzung im Sommer und Winter kann das Erdsondenfeld mit viel höheren Wirkungsgraden in beiden Jahreshälften betrieben werden. 

Zusätzlich soll im Planungsprozess auf eine intelligente Orientierung des Gebäudes und der Wohnungen mit optimierten Fenstergrößen geachtet werden. Der bauliche Sonnenschutz, der Wintersonne ins Gebäude lässt aber wirksam gegen die unerwünschte direkte Mittags-Sommersonne abschirmt, wäre z. B. in Kombination mit außenliegenden Sonnenschutzsystemen ein effizientes und bewährtes Mittel. 

Die thermisch optimierte Gebäudehülle, die dem Niedrigstenergiestandard entsprechen soll, hilft ebenso dabei in Hitzeperioden den Wärmeeintrag ins Gebäude auf ein unvermeidbares Minimum zu reduzieren.

Darüber hinaus wird großes Augenmerk auf die speicherwirksamen Massen im Gebäude gelegt. Durch die gewählte Holz-Hybrid-Bauweise wird hier trotz Holzbau für ausreichend Masse im Gebäude gesorgt. Das führt dazu, dass sich das Gebäude nicht extrem schnell erwärmt bzw. auskühlt und Spitzentemperaturen abgefedert werden können.


Welche Vorteile bringt die Lage der Baugruppe im Gesamtprojekt am Bauplatz 11b? 

Die Lage unseres Bauplatzes (11b) am Rande des Entwicklungsgebiets “Village im Dritten” (ehamals Eurogate II) ermöglicht uns als Schnittstelle zwischen dem neuen (Village im Dritten) und dem bereits bestehenden Areal (Eurogate I) zu fungieren. Es unterstützt unseren Wunsch dem Grätzel einen Mehrwert zu schaffen, indem wir “alt und neu” zusammenbringen und nachbarschaftsverbindend wirken. 

Dies unterstützt auch unsere Positionierung im Haus selbst, in dem wir uns im mittleren Teil des Hauses als Bindeglied zwischen den beiden geförderten Wohnbau-Teilen verstehen. Zusätzlich ermöglicht uns diese Lage auch die Mitgestaltung der Erdgeschoßzone an der Otto-Preminger-Straße, um somit die Entwicklung einer lebendigen Nachbarschaft zu prägen und zu fördern.


Welche anderen Nutzungen sind im Haus situiert? 

Im Erdgeschoß unseres Hauses befindet sich ein Kindergarten mit vier Gruppen sowie eine betreute Wohngemeinschaft des SOS Kinderdorf. Neben Gemeinschaftsräumen, wie einem multifunktionalen Veranstaltungsraum, einer Grätzelküche (auch nutzbar für die Bewohner*innen und Nachbarn*innen aus dem Grätzel) und einer Werkstatt wird es auch Gewerbeflächen in verschiedenen Größen geben. Hier sind ein kleiner Gastrobereich (für ein Café, ein Bistro o.ä.), Co-Working-Space und Kleingewerbeeinheiten vorgesehen. 


Wie viele Wohneinheiten sind geplant? 

Unsere Baugruppe wird nach momentanem Planstand 39 Wohneinheiten, verteilt auf sechs Geschoße, bewohnen. Zusätzlich wird es im Haus noch etwa 60 bis 70 Wohneinheiten geben die im Rahmen der Wohnbauförderung sowohl vom Bauträger selbst, als auch von der Stadt Wien vergeben werden. Die Bewohner*innen der geförderten Wohneinheiten sind nicht Mitglieder der Baugruppe.


Welche Freiräume sind geplant? 

In unserem Haus wird es mehrere Freiräume bzw. Freiflächen mit unterschiedlichen Nutzungen geben: Jede Wohnung wird einen eigenen privaten Balkon haben. Viele unserer Wohnungen werden außerdem über die hofseitigen Pawlatschengänge erschlossen, die auch als zusätzliche und halb private Freibereiche genutzt werden können.

Eine gemeinsame Dachterrasse als weitläufiges, gemeinsames Wohnzimmer wird das grüne Herz unserer Baugruppe bilden. Eine weitere Dachterrasse wird unseren Mitbewohner*innen der geförderten Wohneinheiten zur Verfügung stehen.

Im Erdgeschoß und im Mezzanin werden die Freibereiche des Kindergartens, welcher in unserem Haus sein wird, auf mehreren Ebenen untergebracht sein. Diese Flächen werden wir nach Abstimmung mit den Betreibern gemeinsam bespielen. Die Grätzelküche im Erdgeschoß unseres Hauses wird durch eine Terrasse in den Außenraum erweitert. Durch einen zusätzlichen freiliegenden Hof werden auch die Räume im Untergeschoß mit viel Licht versorgt werden.

Gemeinschaft & Öffentlichkeit


Welche Nachbar*innen werden wir im Gebäude haben?

Welche wünschen wir uns? 

Gemeinsam mit dem Bauträger Schwarzatal und dem Architektenteam einszueins und feld72 planen wir ein Gebäude mit ca. 110 Wohneinheiten. Davon werden wir als Baugruppe rund 40 Einheiten bewohnen. Unsere unmittelbaren Nachbar*innen sind die Menschen, die in die restlichen 70 Wohnungen einziehen werden. Durch geförderten Wohnbau steht Leistbarkeit auch hier im Mittelpunkt und macht soziale Durchmischung möglich.

Aber auch die Nachbarschaft mit dem Grätzel und der umliegenden Stadt ist uns wichtig. 

Architektonisch werden wir durch die Lage der Gemeinschaftsräume Begegnungsmöglichkeiten mit und für die Nachbarschaft schaffen. 

Wir wünschen uns, dass sich alle Bewohner*innen und Besucher*innen unseres Hauses willkommen fühlen und freuen uns auf jeden/jede, der/die durch seine ganz persönliche Art unser Haus ein bisschen bunter macht. 


Wie sieht die Interaktion mit unseren Nachbar*innen aus? 

Wir freuen uns auf einen bunten Mix an Nachbar*innen! Ob Bewohner*innen der anderen Bauteile, des SOS Kinderdorfes, Besucher*innen des Kindergartens, JUNOs und den Einrichtungen im Gebäude wie im Grätzel - wir begegnen allen auf Augenhöhe. Mit vielen der Bewohner*innen des Gebäudes teilen wir uns ein Stiegenhaus und einen Zugang. Dieser wird ein Ort des Aufeinandertreffens sein und hier begegnen wir uns auf Augenhöhe. Wir sind keine geschlossene Gruppe, die sich nur in private Bereiche zurückzieht. Wir laden ein, gemeinsam die ausgewiesenen Räume in unserem Wohnprojekt zu nutzen und zusammen mit unserer Nachbarschaft den uns umgebenden Stadtraum zu beleben und zu erobern. Auch bei bei potentiellen Konflikten wollen wir an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Mit Respekt, Verständnis und Rücksicht  werden wir offen auf unsere Nachbar*innen zugehen.


Wie kann ich Mitglied werden? Welche Arten der Mitgliedschaft gibt es?

Du musst nicht Mitglied im Verein sein, um Teil der Gemeinschaft zu werden. Die (ordentliche) Mitgliedschaft ist primär für Bewohner*innen der Baugemeinschaft gedacht. Es gibt aber auch noch außerordentliche und fördernde Mitglieder, die wir auch gerne willkommen heißen. Wenn du Interesse an der Mitgliedschaft hast, tritt gerne mit uns in Kontakt, dann kannst du bei uns reinschnuppern und uns und die internen Strukturen besser kennenlernen. 

Teil von Vis-à-Wien wirst du im Zuge einer Erweiterung, bei der wir neue Mitglieder aufnehmen. Die offizielle Aufnahme kann nur bei einer Vollversammlung des Vereins nach einem schriftlichen Antrag erfolgen.


Können unsere Nachbar*innen Mitglied werden?

Um Teil von Vis-à-Wien zu werden, musst du nicht in unserem Gebäude wohnen. Wir freuen uns auch über Außenstehende die mithelfen unser Gebäude, unsere Gemeinschaft und das Grätzel aufrecht zu erhalten und zu beleben. Ob eine Mitgliedschaft im Verein sinnvoll ist, wird von Fall zu Fall unterschiedlich sein und wird individuell abgesprochen werden. 


Wie werde ich Teil der Gemeinschaft von Vis-à-Wien? 

Um Teil unserer Gemeinschaft zu werden musst du nicht Mitglied des Vereins Vis-à-Wien sein. Wir freuen uns, dich bei unseren Veranstaltungen zu sehen oder später über Besuche und Mithilfe bei uns im Haus. Komm einfach vorbei und sprich uns an, wir freuen uns!


Sind Tiere erlaubt? 

Nachdem unsere Baugruppe tierlieb eingestellt ist, könnte man unsere Vision auch um die Passage “Leben auf Augenhöhe mit Tieren” ergänzen. Es sind also grundsätzlich Haustiere erlaubt. Solltest du jedoch vorhaben mit Tieren einzuziehen, deren Haltung aus schutz- bzw. platzgründen als problematisch einzustufen ist (z. B. exotische oder giftige Tiere), so werden wir dies in der Großgruppe gesondert diskutieren und eine individuelle Lösung finden.


Wie gehen wir mit Konflikten um? 

Passend zu unserer soziokratischen Organisation basiert unser Konfliktmanagement auf der Kommunikation. Jede*r Beteiligte findet Gehör, Probleme werden ausformuliert, Lösungsvorschläge erarbeitet und ausdiskutiert. Sollten die Involvierten trotzdem keine Einigkeit finden, hilft immer interne oder auch externe Mediation.


Wie stellen wir uns das Leben auf dem Bauplatz 11b vor? 

Der Bauplatz 11b liegt an einigen Schnittstellen im Grätzel. So grenzt er beispielsweise am Übergang des neu zu errichtenden Parks zu jenem von Eurogate I an und spannt mit dem gegenüberliegenden Gebäude ein Entrée in den neuen Stadtteil auf. Diese Begebenheiten kommen unserer Vision eines “Lebens auf Augenhöhe” mit seiner Umgebung sehr entgegen. Aufgrund der Lage des Gebäudes und der verschiedenartig nutzbaren Flächen im Erdgeschoß (Veranstaltungsraum, Café, etc…) möchten wir ein Gelenk zwischen den Grätzeln bilden und den neuen Stadtteil mit seiner Umgebung verbinden. Unser Haus soll die Funktion eines Dorfangers einnehmen und ein Treffpunkt sein, wo eine respektvolle Begegnung zwischen unterschiedlichen Menschen stattfinden kann und wo es Raum für Produktivität aber auch Entspannung gibt.


Wie stellen wir uns das Leben im Vis-à-Wien vor? 

Das Leben in unserer Baugruppe hört nicht vor unserer Wohnungstür auf, sondern soll im gesamten Haus, im Grätzel und der Stadt stattfinden. Gemeinschaftliches Leben wird dadurch geprägt, dass sich die Nachbar*innen kennen, unterstützen und auch gern Zeit miteinander verbringen. Darüber hinaus soll sich ein jeder/eine jede von uns individuell entfalten und verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. Auch der Gedanke des Teilens, bei dem man nicht alles selbst besitzen muss, kann hier einer bedeutende Rolle spielen. Auf diese Vision wird unser Haus baulich reagieren und uns viele Räume bieten, in denen wir uns treffen, austauschen, arbeiten und entspannen können. Von “lauten” Räumen, wie einer Werkstatt , zu “leisen” Räumen, wie einer Bibliothek und verschiedenen Außenräumen, gibt es ein breites Feld an Nutzungsmöglichkeiten. Das soll natürlich nicht heißen, dass man sich nicht auch zurückziehen kann. Die Wohnung als Privatsphäre bildet das Gegenstück zur Gemeinschaft und ist ein wichtiger Aspekt, welcher zu einem harmonischen Zusammenwohnen beitragen wird. 


Wie viel Stunden Engagement wird von mir erwartet? 

So viel du geben kannst. Motiviertes und aktives Mitarbeiten ist eine wichtige Basis unserer Gruppe. Regelmäßige Teilnahme an der Neigungsgruppe und unseren Großgruppentreffen sind uns wichtig. Damit schaffen wir Austausch und Teamgeist. Wir verteilen die Aufgabenbereiche im Team. Manchmal erlaubt es die Lebenssituation auch nicht, so viel Zeit zu investieren wie wir möchten. Auch dafür finden wir eine Lösung.


Was sind Neigungsgruppen? 

Um effizient arbeiten zu können, haben wir uns in Neigungsgruppen aufgeteilt, in die sich jedes Mitglied nach individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringt. Zurzeit gibt es ~fünf Neigungsgruppen:

  • Finanzen und Recht, 
  • Architektur,
  • Gemeinschaft & Organisation,
  • Öffentlichkeit und
  • IT und Medien.

Die Neigungsgruppen genießen das Vertrauen der Großgruppe und können kleinere Entscheidungen selbstständig treffen. Größere Beschlüsse werden vorbereitet und in die Großgruppe getragen. Besonders wichtig ist die Transparenz von Entscheidungen. Um diese zu gewährleisten berichten die Neigungsgruppen in den Großgruppentreffen über ihre Vorgehensweisen und anstehende Themen. Die Treffen unserer Neigungsgruppen finden je nach Bedarf statt.


Wie treffen wir Entscheidungen? 

Wir treffen unsere Entscheidungen auf Basis der Soziokratie. Sie ist eine konsequente Form der Selbstorganisation, die es Gruppen ermöglicht ihre Ziele zu erreichen. Beschlüsse werden in der Großgruppe im Konsent getroffen - in der Abwesenheit schwerwiegender Einwände. Bei Entscheidungen steht das Wohl des Gruppenzieles im Mittelpunkt. Um sicherzugehen, dass eine Entscheidung dieses Ziel nicht gefährdet, werden in Meinungsrunden die Ansichten und Einwände aller Mitglieder gehört. 


Wie erreichen wir unsere Ziele und die Vision? 

Um unser Ziel des gemeinschaftlichen Wohnens auf Augenhöhe mit Mensch, Stadt und Umwelt zu erreichen, versuchen wir intensiv eine gute Einheit zu bilden. Ein wichtiges Mittel für ein respektvolles Miteinander ist unsere soziokratische Struktur, mit der wir Themen strukturiert und ausreichend erörtern sowie Entscheidungen anpassen um schwere Einwände zu beseitigen. Kleine und große Ziele werden in Hinblick auf unsere Vision reflektiert und gegebenenfalls auch revidiert. Mit dem Leben in einem gemeinschaftlichen Haus wollen wir zu einer lebendigen Nachbarschaft beitragen.


Welche Aufgaben übernimmt RealityLab als Prozessbegleitung? 

Die Verwirklichung eines Wohnprojektes ist ein umfangreicher und komplexer Prozess, bei dem uns realitylab unterstützt. Realitylab bringt viel Erfahrung aus anderen Wohnprojekten mit, kennt Probleme, welche im Prozess auftauchen können und bietet eine Vielzahl an unterschiedliche Lösungswegen dazu. Realitylab stellt Kontakte zu anderen Wohnprojekten her, hilft zur richtigen Zeit den richtigen Fokus zu setzen, bietet Workshops zu verschiedenen Themen an und bietet Hilfestellung bei Konflikten. Realitylab unterstützt uns mit seiner Kompetenz dort, wo wir es wollen und brauchen. 


Kann ich auch als Gewerbenutzer*in Teil der Baugruppe werden? 

Wenn du uns regelmäßig besuchst und wir unser Gebäude mit dir teilen, dann bist du quasi schon automatisch Teil der Gemeinschaft. Wenn du dich aber auch aktiv einbringen und mitgestalten möchtest, was von uns sehr gewünscht wäre, dann kannst du dich gerne bei uns melden! Vielleicht wäre dann sogar eine (längerfristige) Mitgliedschaft im Verein sinnvoll.

Idealerweise soll jede*r die Möglichkeit haben seinen/ihren Lebensraum mitzugestalten. Wir betreiben nicht alle Gewerbe alleine, und die jeweiligen Betreiber*innen sind auch dementsprechend involviert.


Finanzen und Recht


Wie heißt unser Verein und wer sind wir? 

Unser Verein heißt “Wohnprojekt Vis-à-Wien”. 

Wir sind ein Zusammenschluss von Personen, die in Wien gemeinsam nachhaltig und leistbar bauen & wohnen möchten. Unser Vereinsziel ist die Errichtung und der Betrieb eines Wohngebäudes unter dem Leitsatz: “Vis-à-Wien: Gemeinsam leben auf Augenhöhe mit Mensch, Stadt und Umwelt”.


Wem gehören Haus & Grundstück? 

Dem Bauträger Schwarzatal. Vergeben wurde das Grundstück vom Wohnfonds Wien im Rahmen eines Bauträgerwettbewerbs. Nach unserem Wettbewerbsgewinn hat die Schwarzatal als gemeinnütziger Bauträger das Grundstück gekauft und wird darauf ein multifunktionales Wohngebäude, bestehend aus unserem Wohnprojekt, geförderten Wohnungen sowie Gemeinschafts- & Gewerbeflächen, errichten. Haus & Grundstück gehören dem Bauträger, der Verein mietet das Wohnprojekt samt Gemeinschaftsflächen als Generalmieter und schließt mit den einzelnen Mitgliedern Nutzungsverträge für die Wohnungen ab.


Welche Förderungen streben wir an? Wird Wohnbeihilfe möglich sein ?

Der Gebäudeteil von Vis-à-Wien wird baurechtlich und fördertechnisch als Wohnheim errichtet. Das hat für uns den Vorteil, dass alle Wohnungen direkt an Vereinsmitglieder vergeben werden können. Zudem können wir das Nutzungsentgelt für die Wohnungen in zukünftigen, gemeinsamen Beschlüssen definieren (z.B. verschiedene Tarife für unterschiedliche Lagen im Haus oder die Möglichkeit eines Solidaritätsbeitrags). Weiters müssen wir dadurch nur sehr wenige PKW-Stellplätze errichten.

Da das Wohnprojekt Vis-à-Wien als Wohnheim gefördert wird, kann leider keine Wohnbeihilfe bezogen werden. Es wird angedacht, bei Bedarf einen Solidaritätsfonds einzurichten. Dies wird in Arbeitsgruppen während der Planungs- und Bauphase entschieden werden.


Hafte ich persönlich?  Welche Haftungen übernehme ich als Mitglied? 

Haftungsfragen sind in Hinblick auf unseren Rechtsstatus als Verein zu beantworten. Der Verein haftet mit seinem Vereinsvermögen. Einzelne Organe, wie Sprecher*in +Stv.*in, Kassier*in+Stv.in, oder auch die Rechnungsprüfer*innen würden nur bei grob fahrlässigem Handeln persönlich haften, da sie ehrenamtlich, also unentgeltlich arbeiten. Sollte die Baugruppe in der Zukunft einen Bankkredit für den Hauskauf aufnehmen, so würde die Bank die Zahlungsfähigkeit des Vereins und wohl auch der Vereinsmitglieder prüfen, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass der Verein als Rechtsperson genügend Sicherheiten für einen Kredit aufweisen kann.


Wer trägt das Leerstandsrisiko? 

Wir tragen als Verein gemeinsam das Leerstandsrisiko für die von uns selbstständig verwalteten Wohn-, Gemeinschafts- & Gewerbeflächen im fertigen Gebäude, welche Teil des Generalmietvertrags sind. Dies bedeutet, dass vollständiger Leerstand aller Gewerbe & Gemeinschaftsflächen eine maximale Auswirkung von etwa +2,00 €/ Monat / m2 Wohnfläche haben kann.


Wie groß ist das Wettbewerbsrisiko? 

Als Gründer*innengruppe tragen wir alle gemeinsam das Wettbewerbsrisiko, sprich jene Kosten, die auch anfallen, sollten wir den Wettbewerb nicht gewinnen. Diese Kosten (voraussichtlich ca 12.000 €) sind unser “Wetteinsatz” und durch die Beitrittsgebühr zum Verein bereits abgedeckt.

[*Anm.: der Wettbewerb ist inzwischen schon gewonnen. Hurra!]


Kann ich Wohnungseigentum begründen? 

Nein. Der Verein Vis-à-Wien, bestehend aus den zukünftigen Bewohner*innen, mietet den Baugruppen-Gebäudeteil als Generalmieter vom Bauträger. Nach aktueller Rechtslage ist die Kaufoption durch den Verein nicht möglich. Wir möchten aber alles daran setzen die Möglichkeiten eines Erwerbs durch den Verein in der Zukunft auszuloten. Individuelles Eigentum hingegen wird nicht möglich sein und wird von uns als Gruppe auch nicht angestrebt.


Was passiert wenn die Kaufoption durch den Verein möglich wird? 

Wenn durch eine Gesetzesänderung des WGG (Wohnungsgemein-nützigkeitsgesetzes) der Kauf des Baugruppen-Gebäudeteils möglich wird, möchten wir es als Verein erwerben und in weiterer Folge in das HabiTAT einbringen.

Unser Ziel ist, selbstorganisierte und langfristig bezahlbare Räume für Wohnen, Kunst- und Kultur, Wirtschaft, Politik und Soziales zu schaffen und dauerhaft dem Spekulationsmarkt zu entziehen. 


Welche Kosten kommen auf mich als Vereinsmitglied vor Bezug zu?  

Als ordentliches Vereinsmitglied sind Mitgliedsgebühren von monatlich 15,00 € zu zahlen. Außerdem gibt es bei Vereinsbeitritt eine Beitrittsgebühr von derzeit (Erweiterung 2021) 1250,00 €. Mit diesem Einmalerlag werden vorwiegend die Wettbewerbs-teilnahme, der partizipative Planungsprozess, die externe Prozessbegleitung sowie Steuer-, und Rechtsberatung bezahlt. Bei weiteren Erweiterungen wird die Beitrittsgebühr für neue Gruppenmitglieder sukzessive erhöht.

Außerdem haben wir für die weitere Zahlungsfähigkeit Privatdarlehen an den Verein von uns selbst als seinen Mitgliedern eingeholt und auch für die Zukunft angedacht.

Wir wollen die finanziellen Barrieren so niedrig wie möglich halten und Lösungen finden, sollten ein Mitglied oder ein*e Interessent*in nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, die hier anberaumt sind.


Welche Kosten erwarten mich als Bewohner*in?  

Da wir uns noch in der Planungsphase befinden, stellen die genannten Zahlen Erfahrungswerte oder unsere aktuelle Einschätzung dar und können sich noch ändern!

Einige Monate vor Einzug werden Eigenmittel für die eigene Wohnung (als Finanzierungsbeitrag) fällig. Als Referenzwert zu anderen Baugruppen wird hier durchschnittlich ein Betrag zwischen 400,00 € und 650,00 €/m2 erhoben. (Inzwischen können wir 350,00 - 450,00 €/m2 anpeilen.) Wir loten auch die Möglichkeiten von Direktkrediten als Alternative oder Ergänzung zu Eigenmitteln aus. Ab Bezug wird eine Miete fällig, die - all inclusive - sich zw. 10,50€ und 12,50€ bewegen sollte (je nach Leerstand) - Zusätzlich werden noch Kosten (Einmalzahlungen) für die Einrichtung der Gemeinschaftsräume eingehoben werden - das würden wir aber zu einem späteren Zeitpunkt - vielleicht schon gemeinsam mit dir? - entscheiden.


Was würde mich ein vorzeitiger Ausstieg (vor Einzug) aus dem Projekt kosten?

Solltest Du vor Einzug aus dem Projekt aussteigen, bekommst Du folgende Teile des geleisteten finanziellen Aufwands zurückerstattet: Bereits geleistete Beträge für die Ausstattung der Gemeinschaftsräume sowie geleistete Kostenbeiträge zur Errichtung der eigenen Wohnung. Das Thema Rückerstattung / Teilrückerstattung der Beitrittsgebühr zum Verein befindet sich derzeit noch in Ausarbeitung. Arbeitsleistung und Mitgliedsbeiträge werden bei vorzeitigem Austritt aus dem Projekt nicht zurückerstattet.


Was passiert, wenn wir den Wettbewerb nicht gewinnen? 

Sollte der Wettbewerb (Abgabe Ende Jänner 2021, Entscheidung Mitte März 2021) nicht gewonnen werden, wollen wir unsere Vision trotzdem gemeinsam auf einem anderen Bauplatz weiter verfolgen. Aus finanzieller Sicht hätte der Verein in diesem Fall ca. 12.000 € zu zahlen (als Kostenbeitrag für die Leistungen von Architekturbüro und externer Prozessbegleitung).

Ein Ausstiegsszenario für diesen Fall ist noch in Ausarbeitung. Die anteiligen Wettbewerbskosten können jedenfalls nicht erstattet werden.

[*Anm.: der Wettbewerb ist inzwischen schon gewonnen. Hurra!]


Was bekomme ich bei einem späteren Auszug aus dem Wohnprojekt (nach Fertigstellung) rückerstattet? 

Solltest Du dich entschließen, nach Bezug aus dem Wohnprojekt auszuziehen, bekommst Du einen Teil des geleisteten finanziellen Aufwands zurückerstattet. Dies umfasst den geleisteten Eigenmittelanteil abzüglich einer jährlichen Verwohnung von 1% der Gesamterrichtungskosten der Heimwohneinheit, sowie den Beitrag zur Ausstattung der Gemeinschaftsräume, welcher voraussichtlich mit etwa 10% pro Jahr abgezinst wird. Nicht rückerstattet werden in diesem Fall Mitgliedsbeiträge und eingebrachte Arbeitsleistung.

Genaueres zu dieser Regelung wird im Laufe des Projektfortschritts durch die Gruppe noch definiert. Ebenso befinden sich derzeit noch die Themen Rückerstattung und Teilrückerstattung der Beitrittsgebühr zum Verein in Ausarbeitung.


Wer wird mit uns das Haus bewohnen oder/und nutzen? 

Im Erdgeschoß ist die Integration eines Kindergartens vorgegeben, für den wir gerade in Gesprächen mit möglichen Betreiber*innen sind. Außerdem wird es im Erdgeschoß eine Gastrofläche,einen Co-Working-Space, einen Veranstaltungsraum, Raum für Kleingewerbe und eine Grätzelküche geben. Zusätzlich gibt es viele Zusagen und Interessensbekundungen von Unternehmer*innen, Vereinen und Gewerbetreibenden, die gerne mit uns die Sockelzone des Gebäudes beleben möchten. Da das Gebäude 2024 bezugsfertig sein wird und der Flächenbedarf jedes Einzelnen noch nicht zu 100% absehbar ist, wird dieses Thema im weiteren Planungsprozess ausgearbeitet. 

Des weiteren werden mit uns Alleinerziehende (organisiert über den Verein JUNO) und eine Wohngemeinschaft des SOS-Kinderdorf das Haus gemeinsam mit uns bewohnen. 


Werden alle Nutzer*innen des Gebäudes Mitglied der Baugruppe sein? 

Nein. Die Bewohner*innen des geförderten Wohnbaus, Gewerbetreibende und Initiativen in der Sockelzone werden nicht Mitglied der Baugruppe sein, aber von den zusätzlichen Möglichkeiten und Räumen profitieren. Die Aufteilung wird sich in etwa 40% Baugruppenanteil und 60% geförderter Wohnbau gliedern.


Was heißt leistbar für uns? 

Leistbar sein heißt für uns eine dauerhaft günstige Miete zwischen 10,50 - 12,50 €/m² bieten zu können und bei Bedarf auch eine geringere finanzielle Einstiegshürde. In den nächsten Projektphasen möchten wir daher die Möglichkeiten alternativer Finanzierungsformen erarbeiten, um so möglichst vielen Menschen den Einstieg bei Vis-à-Wien zu ermöglichen.

Leistbares Wohnen entsteht unserer Meinung nach aber auch durch clevere gemeinsame Raumnutzung. Durch das Teilen von Gemeinschaftsflächen und anderen Ressourcen schaffen wir einen Mehrwert fürs Wohnen und können zudem die Wohnungen kleiner halten. Das bedeutet kompaktere Wohnungen ohne Verzicht.


Was kosten Gewerbeflächen für potentielle Mieter? / Welche Voraussetzungen müssen potentielle Gewerbetreibende erfüllen? 

Nach Erfahrungen aus anderen Wohnprojekten, könnten die Mieten der Gewerbeflächen etwa 12 bis 15 €/ m² betragen. Im Detail sind diese abhängig von Größe, Lage und Ausstattung der jeweiligen Fläche sowie von den Konditionen, zu denen wir diese Flächen vom Bauträger als Generalmieter übernehmen.

Voraussetzung für das Anmieten von Gewerbeflächen im Haus ist ein Betriebskonzept das in Einklang mit unserer Vision hilft, die Erdgeschoßzone zu beleben und nachhaltig zu nutzen. Besonders am Herzen liegt uns, auch sozialen Einrichtungen und sozioökonomischen Betrieben Raum zu geben und räumliche Synergien zu schaffen.


Besteht eine Einkommensobergrenzen um im Wohnprojekt Vis-à-Wien zu leben? 

Ja, es gibt gesetzliche Ausschlussgründe für den Einzug bei uns. Da wir rechtlich ein “Wohnheim” sind das mit den Mitteln der Stadt Wien gefördert wird, gelten für uns alle folgende Einkommensobergrenzen: 71.130,00 € Nettojahreseinkommen bei zwei Personen im Haushalt, 80.500,00 € bei drei Personen, 89.850,00 € bei vier Personen. Die aktuellsten Zahlen sind hier abrufbar.


Ist Wohneigentum ein Ausschlussgrund um im Wohnprojekt Vis-à-Wien zu leben? 

Eigentlich ist es nicht möglich, Wohnungseigentum in Wien zu besitzen und dennoch in einem geförderten Wohnbau zu wohnen. ABER: Es gibt hier Ausnahmen. Solltest du davon betroffen sein, kannst du dich gerne an uns wenden und wir versuchen gemeinsam mit dir eine Lösung zu finden. Bitte mache das ehestmöglich, da hier lange Vorlaufzeiten erforderlich sind.



Die FAQs (wie die Website) bilden einen Zeitpunkt im Laufe der Projektentwicklung ab, die stetig voranschreitet.

D.h. Informationen sind als Orientierung, aber nicht als final zu betrachten, Angaben sind ohne Gewähr, Druckfehler und Änderungen sind vorbehalten.