Forschungs-Blog

Unser Weg zu einem klimaneutralen Gebäude

Geschichte Vis-à-Wiens Teil 2

Wir wollen nicht allein für viele entscheiden, eine Gruppenerweiterung muss her!

Mitglieder: 4 Erwachsene, 1 Kind  (mit der Option auf weitere ~12 Erwachsene und 4 Kinder)

Zeitraum: Mai 2019, 6 Jahre vor geplantem Einzug

Größte Herausforderungen: die Gruppe zu erweitern, ohne viel konkrete Infos geben zu können; motivierte Menschen mit guter Vorstellungskraft und Durchhaltevermögen zu finden

Schönster Moment: unsere Vision einer Baugruppe am Infonachmittag zu teilen und auf so viel Interesse zu stoßen

Aktuelle Themen: Menschen für eine größere Kerngruppe finden

Mit der Entscheidung “Ja, wir wollen eine Baugruppe gründen” wurden unsere Treffen zielgerichteter. Gleichzeitig entstand auch eine Unmenge an offenen Fragen: Wie finden wir ein geeignetes Grundstück oder Haus? Wo wollen wir leben? Wie groß soll das Projekt werden? Was sollen die Werte des Projekts sein? Nach einigen Treffen, bei denen wir zwar jede Menge Infos zusammen trugen und vieles über die derzeitigen Wohnprojekte lernten, erreichten wir den Punkt, vieles nicht zu viert entscheiden zu können und auch nicht mehr zu wollen. Uns war bald klar, dass das Haus von mehr als zwei Parteien bewohnt werden sollte. Die Suche nach mehr motivierten Menschen, die mit uns an einer gemeinsamen Vision weiterarbeiten würden, begann.

Wir beschlossen also, im Mai 2019 einen Infoabend im Wohnprojekt Wien zu veranstalten und unseren Besucher*innen gleichzeitig eine Führung durch das Haus zu ermöglichen. Wir wollten sie mit vielen Eindrücken des gemeinschaftlichen Lebens versorgen. Für mich persönlich waren die Besuche in bestehenden Wohnprojekten immer die beste Motivation und Inspiration für gemeinschaftliches Wohnen. Das hofften wir auch den Interessierten weitergeben zu können.

Obwohl wir nur in unserem erweiterten Bekanntenkreis Werbung machten, war unser Infoabend gut besucht. Trotz strömenden Regens kamen rund 50 (sehr durchnässte) Interessent*innen. 

An diesem Tag konnten wir niemandem konkrete Antworten zum Wo, Wie und Wann geben. Menschen zu finden und für etwas zu begeistern, das zum Großteil nur in unseren Köpfen herumschwirrte, war die große Herausforderung dieses Abends und der darauffolgenden Zeit. 

Dass sich nach dem Infoabend tatsächlich Leute fanden, die mit uns gemeinsam die Vision eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts weiterentwickeln wollten, war für uns ein riesiger Erfolg. Als noch größeren Gewinn empfinde ich bis heute, dass Menschen zu uns stießen, die voller Motivation und Engagement in unser Vorhaben einstiegen und fast vollzählig bis heute Teil unserer Gruppe sind. Dank ihnen war es erst möglich, tatsächlich eine Baugruppe zu gründen und die Basis zu schaffen, überhaupt an einem Wettbewerb für ein Grundstück teilnehmen zu können. Nach dem Infoabend im Mai 2019  waren bei unseren Treffen in wechselnder Besetzung immer 10-15 Personen dabei.

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